Wie liest man eine BWA?

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Die Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) basiert auf den laufenden Daten der Finanzbuchhaltung (FIBU). Im Gegensatz zur Bilanz, die meist erst mit einigen Monaten Zeitverzögerung erstellt wird, kann die BWA die Zahlen zur aktuellen Lage des Unternehmens liefern. So erkennen Sie die Ertrags- und Vermögenslage sowie die aktuelle Liquidität Ihres Betriebs. Es gibt jedoch nicht die BWA als einen fest definierten Standard. Vielmehr gibt es verschiedene Formen, welche Informationen in eine BWA einfließen. Am häufigsten wird die BWA als kurzfristige Erfolgsrechnung (KER) verwendet. Exemplarisch erfolgt diese Auswertung aus DATEV:

Wie liest man eine BWA?

Mit ein bißchen Zeitaufwand sollten allen wichtigen Positionen der KER zu finden sein. Sobald man sie sich jeden Monat ansieht, findet man auch schnell alle Zahlen. Auf ein bis zwei Besonderheiten ist jedoch hinzuweisen. Zum einen werden alle Ertrags- und Erlöspositionen wie auch alle Aufwands- und Kostenpositionen generell positiv dargestellt – außer sie sind negativ. Konkret heißt das, ein Umsatz kann bspw. durch eine sehr große Gutschrift negativ werden. Ebenso kann durch eine größere Korrekturbuchung ein Aufwand negativ werden. Ein negativer Aufwand hat den gleichen Effekt wie ein positiver Ertrag. Er erhöht das Ergebnis.

Um sich einen ersten Überlick über die KER zu verschaffen reicht der Blick ganz nach oben und ganz nach unten (grün). Oben stehen die „Umsatzerlöse“, kurz „Umsatz“, und unten das „vorläufige Ergebnis“ (Gewinn). Dazwischen befinden sich überwiegend Kosten (rot) und in der vorletzten Zeile die Steuern (gelb). Wichtig sind hierbei gerade die größeren Positionen im Blick zu behalten. Hierfür hilft eine Zahlenreihe: Also alle Monate nebeneinander abgebildet. Leider sieht man das nicht in dieser Auswertung, weshalb man sich mehrere Auswertungen ansehen müsste oder Sie fragen einfach Ihren Steuerberater, ob er Ihnen eine Auswertung mit einer Zeitreihe zusenden kann.

In dieser Auswertung sind die Spalten des aktuellen Monats (erste Spalte) und des kumulierten Monatsergebnisses (Januar bis aktueller Monat) besonders wichtig. Man sieht zum einen wie der aktuelle Monat war und welchen Anteil dieser am bisherigen Jahresergebnis ausmacht. Die Abweichungsspalten in Prozent sind für weitere Analysen ggf. interessant. Für den ersten Überblick muss man sich diese Spalten jedoch nicht zwingend ansehen.

Christoph Lungershausen
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